Unsere Arbeit in der Jugendwohngruppe

Der junge Mensch, der zu uns kommt

hat in der Regel belastende, seelische Erfahrungen hinnehmen müssen und lebt in dauerhaften, familiären Konflikten und oftmals mit schulischen Problemen. Diese Umstände sind prägend und gehören in der Regel zu seiner Entwicklung, wie auch zur Persönlichkeitsstruktur. Wir wollen ihm einen verlässlichen Lebensort bieten, an dem er sich selber finden und neu orientieren kann.

Unser pädagogisches Verständnis

Unsere pädagogische Arbeit ist zum einen biographisch und systemisch orientiert und versteht sich zum anderen auf dem Hintergrund eines analytischen Verstehens, was heißt, das dass Verhalten und die Symptome des jungen Menschen als sein besonderer Weg der Lösungssuche gesehen werden.

  • Wir begreifen die Schwierigkeiten als Symptom und Resultat seines familiären Systems. Wir versuchen, mit dem Jugendlichen gemeinsam, wieder einen belastbaren Familienkontakt herzustellen.
  • Sein Verhalten und seine Symptome sehen wir als individuelle Möglichkeit der Lösungssuche.
  • Wir verstehen uns als „Jugendhilfeeinrichtung im Netzwerkverbund“ und kooperieren, begleiten und vermitteln an unterstützende, therapeutische Hilfen und Maßnahmen
  • Unsere Arbeit basiert auf der analytischen Beobachtung und der professionellen Nähe die wir zu den Jugendlichen aufbauen.

Wir greifen nicht selbst therapeutisch ein, sondern vermitteln externe Therapien. Da die jungen Menschen, die hierher kommen, zunehmend häufiger eine externe Therapie brauchen, arbeiten wir mit den Betreffenden von Beginn an an dieser Bereitschaft.

Unser pädagogischer Alltag

Ein strukturierter Alltag vermittelt dem jungen Menschen Sicherheit und Verbindlichkeit. Er schafft Vertrauen und ermöglicht Schritte in eine zunehmende Selbstständigkeit.

Wir nutzen das Alltagsgeschehen und erlebnisorientierte Erfahrungen, um auf alltagssprachlicher Ebene mit dem jungen Menschen bisherige Verhaltensweisen deutlich zu machen und gemeinsam Lösungsstrategien zu erarbeiten, die einen Weg aus Selbstdestruktion und Blockaden weisen.

Unsere Ziele

Wir arbeiten daran, dass der junge Mensch wieder Selbstvertrauen gewinnt und zu einem realistischen Selbstbild gelangt und weiter, dass er lernt, sich auf sich selbst zu verlassen und sich und anderen Wertschätzung entgegen zu bringen sowie die eigene Lebensgeschichte zu akzeptieren.

Grundlage der Stärkung dieser Ressourcen sind neue Erfahrungen, die der junge Mensch mit unserer Hilfe in der schulischen bzw. betrieblichen Ausbildung machen kann. Durch die sehr sorgfältige Suche nach dem für den individuellen Jugendlichen „richtigen“ Schul- oder Ausbildungsplatz sowie durch rechtzeitige begleitende und stützende Maßnahmen sorgen wir dafür, dass der junge Mensch sich in seinem Einsatz durch Erfolge belohnt sehen kann.
Für junge Menschen, die den Anschluss an einen Schulbesuch bzw. eine Ausbildung nicht ohne weiteres finden, sorgen wir dafür, dass sie zur Vorbereitung und für den Übergang Praktika und Aktivierungsmaßnahmen absolvieren können.

Wir arbeiten mit dem jungen Menschen und seiner Familie gemeinsam daran, eine Balance zwischen den gegenseitigen Wünschen nach familiärer Gemeinsamkeit und der Selbständigkeitsentwicklung des jungen Menschen zu finden und dafür geeignete Kontaktformen einzurichten.

Verselbstständigung

Der Übergang in die Verselbstständigung wird von uns intensiv begleitet. Für den Auszug entwickeln wir ein individuelles Verselbsttändigungskonzept und übernehmen die ambulante Nachbetreuung.

  • Nachbetreuung

    • Ambulante flexible Hilfen für den jungen Menschen, der aus der vollstationären Betreuung bei JumP in die Verselbstständigung entlassen wird

Elternarbeit

Wir legen großen Wert auf eine regelmäßige Arbeit mit den Eltern. Wir sind in der Elternarbeit flexibel und bereit, angesichts der oft schwierigen Umständen in der Familie den Eltern entgegenzukommen. Dabei geht es darum, die Erziehungskompetenz und die erzieherische Verantwortung der Eltern zu stärken und Ablösungsprozesse mit zu gestalten und zu begleiten.

Kooperationen im therapeutischen Bereich

Unsere präventive Arbeit ist stark durch unsere intensive Kooperation mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie der ambulanten Außenstelle in Hofgeismar geprägt. Sie besteht u.a. in einer wöchentlichen ambulanten "Sprechstunde", in der ein beratender fachlicher Austausch - mit und ohne Jugendliche - stattfindet.

Außerdem arbeiten wir bei Bedarf mit der Drogenhilfe Nordhessen zusammen.

Freizeitgestaltung

Urlaube

Korfu, Kroatien, Berlin,… unsere Ziele sind vielfältig! In der Regel fahren wir im Sommer weg, manchmal auch im Herbst.

Zwergenhof

Alle zwei Monate verbringen wir ein gemeinsames Wochenende auf dem Zwergenhof in Liebenau-Zwergen. Dort gibt es Workshops zu verschiedenen Themen (Bspw. Sea Shepperd, Drogen, Selbstverteidigung) und Kreativ- oder Sportangebote

Zum Zwergenhof

Besuch von Freizeitparks

Ein bis zwei Mal im Jahr eine beliebte Attraktion. Zuletzt waren wir im Europapark

Kreativangebote

Basteln, Nähen, Beton gießen,…

Fittnessstudio

Alle Jugendlichen, die bei JumP wohnen oder ambulant betreut werden können mit unserer Begleitung ins Fitnessstudio gehen.